BITTE FÜR NACHFOLGENDE AKTIONEN KEINE WEITEREN UNTERSCHRIFTEN ZUSENDEN
 
 
Stand 2012.03.04   Die Aktion wurde am 29.01.2012 abgeschlossen:
Agrar Koordination für einen Importstopp von gentechnisch veränderten Futtermitteln:



 
  WIR WERDEN SIE HIER ÜBER DEN WEITEREN VERLAUF DER AKTION INFORMIEREN
oder siehe
www.agrarkoordination.de, Stichwort "Lobbybrief"
 
  Lobbybrief: Ihre Stimme zählt Nein zu Futtermittelimporten von (Gen)-Soja 78 Prozent der Eiweißfuttermittel für die europäische Massentierhaltung stammen aus Importen. Der größte Teil davon ist gentechnisch verändertes Soja. Fleisch, Milch und Eier von Tieren, die mit gentechnisch verändertem Futter gefüttert wurden, sind nicht entsprechend gekennzeichnet. Dem Anbau von Soja fallen biodiversitätsreiche Anbau- und Ökosysteme zum Opfer, was in den Herkunftsländern häufig zur Verdrängung kleinbäuerlicher Nahrungsproduzenten führt. Die Gemeinsame Europäische Agrarpolitik (GAP) wird in diesem Jahr für die Zeit nach 2013 neu gestaltet. Setzen Sie sich ein für eine neue EU-Agrarpolitik, die Futtermittelimporte von (Gen)-Soja stoppt. Unterzeichnen Sie den Lobbybrief an Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner.
- im Unterschriftenliste

Die Antworten im Einzelnen:
- Antwort von C. Ilawa, Buendnis 90/Die Gruenen
- Antwort von Fr. Tackmann, Die Linke
- Antrag Agrarproduktion, Die Linke
- Imkerei und Gentechnik, Die Linke
 
     
Stand 2011.09.28   Unsere Unterstützung der Unterschriftenaktion zur Petition von "Vielfalt erleben"
Zulassungs-Stopp für den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen.



 
 
Vielfalterleben Banner
- Inhalt der Petition
- aktuelle Infos
- link zum Video der Videothek des Bundestages
 
     
Stand 2011.09.28   Mängel bei Zulassung gentechnisch veränderter Pflanzen:


 
 
Erst kürzlich hatte der Arbeitskreis Gentechnik-Freies Metzingen/Ermstal (AGM) bei seinem traditionellen „Tafeln ohne Gentechnik“ die Besucherinnen und Besucher gebeten, einen Brief an ihre Bundestagsabgeordneten zu schreiben. Hintergrund war die bereits im Frühjahr vom Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) eingereichte Petition, mit der ein Zulassungsstopp von gentechnisch veränderten Pflanzen erreicht werden soll. Die Besucherinnen und Besucher forderten in ihren Briefen die Bundestagsabgeordneten des Metzinger Wahlkreises auf, an der öffentlichen Beratung dieser Petition des BÖLW teilzunehmen und so dem Anliegen die gebührende Aufmerksamkeit entgegenzubringen. Am Montag, dem 26.09.2011 wurde die BÖLW-Petition „Gentechnik-Anbau stoppen“ vor dem Bundestagsausschuß beraten. Mehr als 100.000 Menschen hatten im Frühjahr unterschrieben und sich dafür ausgesprochen, daß auf EU-Ebene ein Zulassungsstopp für gentechnisch veränderte Pflanzen verhängt wird. Petent Felix Prinz zu Löwenstein hat an die Mitglieder des Ausschusses appelliert, das Anliegen der vielen Bürgerinnen und Bürger ernst zu nehmen, auch im Hinblick auf die 26 Pflanzen, deren Zulassung auf EU-Ebene beantragt ist. Auf einer vorangegangenen Pressekonferenz wurde auf die mangelhafte Prüfung der Pflanzen hingewiesen. Lediglich die antragstellenden Firmen müßten Studien vorlegen. Der unabhängigen Forschung werde es schwer gemacht an das Untersuchungsmaterial heranzukommen, weil die Firmen als Patentinhaber entscheiden können, wem sie das Material zur Verfügung stellen. Christoph Then von Testbiotech, stellte anläßlich der Beratung der Petition eine BÖLW-Studie zum Thema "Mängel bei der Zulassung gentechnisch veränderter Pflanzen“ vor. Bei der Vorstellung der Studie wies er darauf hin, daß kombinatorische Effekte bei Pflanzen, die mehrere Toxine produzieren, nicht untersucht werden. Große Bedenken gegen die Gentechnik-Zuckerrübe Wie wichtig eine Änderung des mangelhaften Zulassungsverfahren ist, zeigt die Tatsache, daß derzeit in der EU für 26 gentechnisch veränderte Pflanzen eine Anbauzulassung beantragt wird. Jahrelang war in der ganzen EU nur der kommerzielle Anbau von MON810 Mais zugelassen, der seit April 2009 in Deutschland nicht mehr angebaut werden darf. Mit der gentechnisch veränderten Amflora-Kartoffel kam im März 2010 die zweite Anbauzulassung für eine gv-Pflanze hinzu. Nun wurde jüngst bekannt, daß die entsprechenden Saatgutkonzerne ab nächstem Jahr den kommerziellen Anbau einer gentechnisch veränderten Zuckerrübe betreiben möchten, sofern die EU die Anbauzulassung dieser Rüben genehmigt. Und dies trotz neuer Studien, die die Gefährlichkeit des Spritzmittels Roundup belegen, gegen das die Rüben resistent gemacht wurden. Pikant dabei ist, daß diese Gentechnik-Zuckerrübe in den USA bereits angebaut wurde. Jedoch wurde der Anbau dort gerichtlich verboten, weil herauskam, daß die für die Zulassung erforderlichen Sicherheitsprüfungen nicht ausreichend durchgeführt wurden. Obwohl die Prüfungen bis heute nicht vorliegen, haben sich die US-Behörden dem Druck der Industrie gebeugt und den Anbau wieder zugelassen. Doch nicht nur die Zulassungspraxis für gentechnisch veränderte Pflanzen in den USA ist fragwürdig. Auch die europäische Sicherheitsbehörde EFSA steht in der Kritik, weil ihr Verfahren zur Risikoprüfung der gv-Pflanzen veraltet ist und die Behörde zu eng mit den antragstellenden Saatgutfirmen zusammenarbeitet. Die Forderung der Petition nach einem Zulassungsstopp für gv-Pflanzen ist wichtig und richtig.
- Weitere Infos zu den Lücken im Zulassungsverfahren finden Sie in der Presseerklärung des BÖLW vom 26.09.2011
- Weitere Informationen über die Gentechnik-Zuckerrübe sind in der Pressemitteilung des Umweltinstituts vom 15.09.2011
 
     
Stand 2011.07.07   Unterstützung der Aktion des BUND:


 
Stand 2011.05.13   DANKE FÜR DIE UNTERSTÜTZUNG:


 
GP-EINKAUFSRATGEBER:
Stand 2011.05.05
Greenpeace-Einkaufsratgeber "Milch für Kinder" zeigt Wirkung
Hamburg/Metzingen Babymilchnahrung nur mit gentechnik-freier Milch? Das konnten bis vor wenigen Monaten ausschliesslich Bioprodukte für sich beanspruchen. Jetzt schwenken einige große Hersteller um: - So verzichtet der zweitgrößte Molkerei und Babynahrungshersteller Humana mit seinen Marken Lasana und Humana nun ab sofort auf Gen-Pflanzen im Futter der Tiere. - Noch weiter ging Hipp: Sie haben gleich den zweiten Schritt vor dem ersten gemacht und sind seit dem 1. März 2011 in ihrer gesamten Babymilchnahrung auf Bio umgestellt. - Schließlich ist der größte Babynahrungshersteller Deutschlands Milupa, eine hundertprozentige Tochter des Danone-Konzerns mit seinen Marken Aptamil und Milupa in der konkreten Planung für eine gentechnikfreie Fütterung. Im letzten Kindermilch-Ratgeber von Greenpeace war Milupa noch rot gekennzeichnet. Seitdem hat das Unternehmen einen Deutlichen Kurswechsel vollzogen. Dieser große Erfolg ist nicht zuletzt auf die arbeit der Greenpeace-Gruppen und all derer zurückzuführen, die den Greenpeace-Ratgeber verteilt und die Postkarten versendet haben. Ein Schelm der glaubt dass die Fülle der Greenpeace-Postkarten die bei den Babynahrungshersteller eingingen, diese nicht zu diesen Schritten bewogen hat.
mehr dazu bei Greenpeace....
     
Stand 2011.05.05   BRIEF-AKTION ZU SAATGUT-REINHALTUNG HIER:


 
  Saatgut soll gentechnikfrei bleiben Metzingen. Auch dieses Jahr wurden Mais-Proben vor der Aussaat stichprobenartig auf gentechnische Verunreinigungen untersucht. Getestet wurde in elf Bundesländern. In 29 der 417 kontrollierten Mais-Saatgut-Proben sind Spuren von Gentechnik gefunden worden. Das heißt 7% der untersuchten Proben waren gentechnisch verunreinigt. Die Anzahl der Verunreinigungen stieg in den letzten Jahren an. Laut einer Presseerklärung von Greenpeace und Bioland waren vor drei Jahren nur 2,1 Prozent der Proben mit gentechnisch veränderten Organismen verunreinigt. In Baden-Württemberg wurden 100 Mais-Saatgut-Proben überprüft, bei drei Proben wurden Verunreinigungen mit dem MON 810 Mais entdeckt. Während letztes Jahr sämtliche verunreinigten Maissaatgutproben aus dem Ausland kamen, sind 2011 ausgerechnet die drei in Baden-Württemberg gefundenen verunreinigten Saatgutproben aus Deutschland. Der gentechnisch veränderte (gv-)Mais MON 810 wurde in den Jahren 2006 bis 2008 in Deutschland angebaut – vor allem im Osten. Inzwischen ist der Anbau von gv-Mais in Deutschland verboten. Der Mais kann durch Insekten, Pollen oder durch Lagerung und Transport der Ernte verunreinigt werden. Derzeit gilt in der EU das Reinheitsgebot (Nulltoleranz) für Saatgut: Werden gentechnisch veränderte Organismen (GVOs) im Saatgut gefunden, so ist das verunreinigte Saatgut aus dem Verkehr zu ziehen, wenn in der EU keine Anbauzulassung für diese GVOs besteht. Wäre das Saatgut mit Gen-Pflanzen verunreinigt, für die eine Anbauzulassung in der EU gilt, so müßte das verunreinigte Saatgut entsprechend gekennzeichnet werden. Landwirte sollen sich darauf verlassen können, daß sie nicht ungewollt und unwissentlich Gen-Pflanzen aussäen. Letztes Jahr wurde ein Saatgut-Skandal ausgelöst, weil die niedersächsischen Behörden die Ergebnisse der Tests nicht rechtzeitig bekannt gaben. Mehrere Landwirte hatten die mit Gentechnik verunreinigte Saat bereits ausgebracht und mußten ihre Pflanzen dann umbrechen. Da die Behörden dieses Jahr die Tests rechtzeitig durchgeführt haben, konnte das Saatgut vor der Aussaat zurückgerufen werden. Greenpeace und Bioland fordern die Beibehaltung der strengen Null-Toleranz für das Saatgut. Im März 2011 sprach sich der Bundesrat in einer Abstimmung mehrheitlich gegen die Aufweichung der Saatgutreinheit aus, nachdem es bundesweite Proteste gegeben hatte. Auch der AGM hatte die Beibehaltung des Reinheitsgebotes gefordert und Anfang 2011 über 2.700 Unterschriften hierfür an Landwirtschaftsministerin Aigner und Kanzlerin Merkel geschickt. Nähere Infos über die Saatgutverunreinigungen finden Sie unter http://www.greenpeace.de/themen/gentechnik/nachrichten/artikel/gen_mais_verunreinigt_herkoemmliches_saatgut/  
     
Stand 2011.03.27   BRIEF-AKTION ZU SAATGUT-REINHALTUNG HIER:


 
  Saatgut soll gentechnikfrei bleiben Metzingen. nachdem letztes Frühjahr zum zweiten Mal in Folge gentechnisch verunreinigtes Saatgut in Baden-Württemberg ausgesät wurde, haben wir, der Arbeitskreis Gentechnik-Freies Metzingen/Ermstal (AGM) beschlossen, dieses Mal präventiv Briefe an die Landwirtschafts-und/oder Verbraucher- schutzminister und Ministerinnen zu schreiben. Als AGM fordern wir mit diesen Präventionsbriefen die Landwirtschaftsminister dazu auf, die Vorgehensweise beim Saatgutmonitoring so zu optimieren, daß die ungewollte und unwissentliche Aussaat von gentechnisch verunreinigtem Saatgut künftig ausgeschlossen sein soll. Die Briefe sind nun fertig und verschickt.
Für alle, die das Anliegen gentechnikfreies Saatgut unterstützen möchten, gibt es mit den beigefügten Brief-Vorlagen auch die Möglichkeit, selbst an Herrn Minister Köberle zu schreiben. Einfach ausdrucken, Name, Adresse und Datum einfügen und abschicken :

- im Brief an Herrn Minister Köberle
Im nachfolgenden sind die erhaltenen Antworten der einzelnen Bundesländer alphabetisch geordnet nachzulesen.
- Antwort von Hr. Koeberle, Baden-Wuerttemberg (Stand 15.03.2011)
- Antwort von Hr. Soeder, Bayern (Stand 24.02.2011)
- Antwort von Berlin steht noch aus
- Antwort von Fr. Tack, Brandenburg (Stand 03.03.2011)
- Antwort von Fr. Rosenkoetter_Hilz, Bremen (Stand 25.02.2011)
- Antwort von Hamburg steht noch aus
- Antwort von Fr. Puttrich, Hessen (Stand 21.02.2011)
- Antwort von Hr. Backhaus_Broschewitz, Mecklenburg-Vorpommern (Stand 28.02.2011)
- Antwort von Niedersachsen steht noch aus
- Antwort von Hr. Remmel, NRW (Stand 14.02.2011)
- Antwort von. Fr. Conrad,Rheinland-Pfalz (Stand 24.02.2011)
- Antwort i.A. v. Fr. Peter, Saarland (Stand 24.02.2011)
- Antwort von Hr. Maurer, Sachsen (Stand 24.02.2011)
- Antwort von Hr. Aeikens, Sachsen-Anhalt (Stand 28.02.2011)
- Antwort von Fr. Rumpf, Schleswig-Holstein (Stand 24.02.2011)
- Antwort von Hr. Reinholz, Thueringen (Stand 18.02.2011)

 
Stand 2011.03.27   BRIEF-AKTION ZU SAATGUT-REINHALTUNG


 
  Fragen an die Landtagskandidaten zur Gentechnik
Metzingen. Im Landtag werden wichtige Entscheidungen gefällt, auch was den Einsatz der Gentechnik in der Landwirtschaft angeht. Als Arbeitskreis Gentechnik-Freies Metzingen/Ermstal interessiert es uns besonders, wie unser Landtagsabgeordneter die Agro-Gentechnik beurteilt und welche Ziele er für die baden-württembergische Landwirtschaft verfolgt. Deshalb baten wir die Landtagskandidaten des Wahlkreises 61, sich kurz und zeitnah zu unseren Fragen zu äußern und uns dadurch bei der Wahlentscheidung zur Landtagswahl am 27.03.2011 behilflich zu sein. Im nachfolgenden sind die Fragen und erhaltenen Antworten der einzelnen Kandidaten alphabetisch geordnet nachzulesen.
- Zusammenfassung und Vergleich der Antworten...

Die Antworten im Einzelnen:
- Antwort von Hr. Esche, Bündnis90/Die Gruenen
- Antwort von Hr. Jaensch, Die Linke
- Antwort von Hr. Käppeler, SPD
- Antwort von Hr. Röhm, CDU
- Eine schriftliche Antwort von Hr. Glück, FDP haben wir nicht erhalten
 
     
Stand 2011.03.22      
  Baden-Württemberg will Nulltoleranz beim Saatgut kippen

Metzingen. Am 22. Februar 2011 kippte die EU die Nulltoleranz für nicht zugelassene Gentechnik in Futtermitteln. An diesen Erfolg will die Gentechnik-Lobby jetzt anknüpfen: Auch Saatgut soll in Deutschland künftig mit gentechnisch manipulierten Samen verunreinigt sein dürfen. Vorangetrieben wird der Antrag von den Agrarministern aus Baden-Württemberg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Sie wollen die Bundesregierung dazu drängen, die bestehende Nulltoleranz von Gentechnik im Saatgut massiv zu verwässern. Gentechnik würde sich dadurch unkontrolliert verbreiten - und in unserem Essen landen. Wenn in jeder Saat gentechnisch manipulierte Samen enthalten sein dürfen, ist dies das Ende der gentechnikfreien Landwirtschaft. Wir Verbraucherinnen und Verbraucher könnten nicht mehr entscheiden, ob Gentechnik bei uns auf dem Teller landet oder nicht. Am Freitag, 18. März 2011 stimmt der Bundesrat über den Antrag Baden-Württembergs, Niedersachsens und Schleswig-Holsteins ab. Dagegen stellen sich bisher nur Nordrhein-Westfalen und das Saarland. Jetzt müssen die Ministerpräsidenten der übrigen Länder unseren Protest zu spüren bekommen. Fordern Sie von Ihrem Landeschef, gegen Gentechnik im Saatgut zu stimmen! Appellieren Sie an Stefan Mappus! Bisher unterstützt die Landesregierung von Baden-Württemberg noch den Antrag. Jetzt will die Internetorganisation campact Ministerpräsident Mappus mit tausenden Protestmails seiner Bürger und Bürgerinnen konfrontieren - und damit zu einem Kurswechsel bewegen. Vor der entscheidenden Bundesratssitzung will campact die Unterschriften im Rahmen einer Aktion auch persönlich übergeben. Wir als Arbeitskreis Gentechnik-Freise Metzingen/Ermstal unterstützen diese Protestmailaktion und freuen uns, wenn Sie teilnehmen und die Aktion weitersagen. Hier kommen Sie zur Protestmailaktion von Campact: Appelieren Sie an Stefan Mappus, daher hier bei campact unterschreiben..

Auf unser Bestreben die Aktion von Campact zu Unterstuetzen habe wir vom Ministerium fuer Ernährung und Landwirtschaft Baden-Wuerttemberg folgende Nachricht erhalten:
- Stellungnahme_MLR_Baden_Wuerttemberg
 
     
  Protest erfolgreich: Bundesrat stoppt Gentechnik im Saatgut
Aktion heute morgen vor dem Bundesrat:
Dort wurden 65.000 Unterschriften an die Ministerpräsidenten übergeben.
Der Protest hat gewirkt: Der Antrag zur Aufhebung der Null-Toleranz im Saatgut wurde heute im Bundesrat mehrheitlich abgelehnt. Noch am 28. Februar wurde der Antrag der Länder Niedersachsen, Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein im Agrarausschuss des Bundesrates einstimmig beschlossen. Der daraufhin ausbrechende Protest auf der Straße und im Internet bewegte schon vor dem Bundesrat-Plenum heute mehrere Ministerpräsidenten der Bundesländer dazu, sich klar für die Null-Toleranz von Gentechnik im Saatgut zu positionieren. 65.000 Unterschriften wurden gesammelt, die den Ländervertretern heute morgen bei einer Aktion vor dem Bundesrat übergeben wurden. „Diese krachende Niederlage für die Gentechnik-Lobby ist der Erfolg massiven Engagements von Bürgerinnen und Bürgern in den vergangenen Tagen“, so Astrid Goltz vom Kampagnen-Netzwerk Campact. "Ein guter Tag für die gentechnikfreie Landwirtschaft und Ernährung!" freute sich Benedikt Härlin von der Initiative Save Our Seeds, die zusammen mit Campact den Protest organisierte. Unterstützt wurden sie von einem breiten Bündnis von Organisationen, das sich für die absolute Reinhaltung von Saatgut einsetzt und das Verursacherprinzip bei Kosten fordert, die durch jegliche Verunreinigungen mit Saatgut entstehen.
- Quelle: www.keine-gentechnik.de/news-gentechnik.html#news23470 vom 18.03.2011
 
     
Stand 2010.12.27   AKTUELLE UNTERSCHRIFTEN-AKTION ZU SAATGUT-REINHALTUNG HIER:
Versand am 2010.12.01: 2744 Unterschriften

 
Briefverkehr:   Die Antworten zum nachfolgenden Text stehen hier zum Downloaden bereit:
- Antwort vom 17.11.2010 durch Hr. Prinz i.Auftrag von Frau Aigner an AGM
- Das Schreiben vom 20.01.2010 auf das sich Hr. Prinz bezieht


 
  Saatgut soll gentechnikfrei bleiben
Metzingen. Anlässlich der unwissentlichen Aussaat von gentechnisch – verunreinigtem Saatgut auch in Baden-Württemberg werden nun Forderungen nach einem Schwellenwert für gentechnisch veränderte Organismen (GVOs) im Saatgut laut. Der Arbeitskreis Gentechnik-Freies Metzingen/Ermstal (AGM) hat deshalb Anfang Juli eine neue Unterschriftenaktion gestartet – für den Erhalt des Reinheitsgebotes beim Saatgut. Derzeit gilt in der EU das Reinheitsgebot (Nulltoleranz) für Saatgut: Werden gentechnisch veränderte Organismen (GVOs) im Saatgut gefunden, so ist das verunreinigte Saatgut aus dem Verkehr zu ziehen, wenn in der EU keine Anbauzulassung für diese GVOs bestehen. Wäre das Saatgut mit Gen-Pflanzen verunreinigt, für die eine Anbauzulassung in der EU gilt, so müßte das verunreinigte Saatgut entsprechend gekennzeichnet werden. Landwirte sollen sich darauf verlassen können, dass sie nicht ungewollt und unwissentlich Gen-Pflanzen aussäen. Im Falle des gentechnisch verunreinigten Maissaatgutes, welches in Niedersachsen nicht rechtzeitig aus dem Verkehr gezogen und dadurch in fünf Bundesländern auch tatsächlich ausgesät wurde, handelt es sich um eine Verunreinigung mit dem Gentechnik -Mais NK 603. Der Gentechnik-Mais NK 603 ist in Europa nicht zum Anbau zugelassen. Aufgrund der Wachsamkeit von Umwelt – und Verbraucherschützern hat sich das Land dieses Jahr dafür entschieden, die betroffenen Flächen umzubrechen. Auch der AGM hatte in dieser Sache Mitte Juni und Anfang Juli insgesamt über 300 Unterschriften an Landwirtschaftsminister Köberle geschickt und den sofortigen Umbruch der betroffenen Felder sowie die Entschädigung der Landwirte gefordert. Leider wird der Vorfall des verunreinigten Saatgutes nicht zum Anlaß genommen, den Einsatz der Gentechnik auf dem offenen Feld grundsätzlich zu verbieten und so den Erhalt der gentechnikfreien Landwirtschaft zu unterstützen. Befürworter der Gentechnik wollen statt dessen einen sog. Schwellenwert für Saatgut einführen und ein bißchen Gentechnik im Saatgut erlauben. Denn wären ein paar GVOs im Saatgut zulässig, so hätten die nun bekannt gewordenen Saatgutverunreinigungen weder bekannt gemacht werden müssen, noch müßte man verunreinigtes Saatgut aus dem Verkehr ziehen und mit verunreinigtem Saatgut bereits ausgesäte Felder wieder unterpflügen. Im Gespräch ist ein Schwellenwert von 0.3 % GVOs im Saatgut. Dies hört sich zwar nach wenig an, bedeutet in der Praxis jedoch, daß 300 versteckte Gen-Maispflanzen pro Hektar wachsen könnten. Der gleiche Schwellenwert von 0,3 % GVOs für Rapssaatgut würde bedeuten, daß sogar 1.500 bis 2.100 Gen-Rapspflanzen pro Hektar unerkannt wachsen könnten. Man muß kein Hellseher sein um zu erkennen, daß ohne reines gentechnik-freies Saatgut die gentechnikfreie Landwirtschaft innerhalb weniger Jahre unmöglich würde. Der Arbeitskreis Gentechnik-Freies Metzingen/Ermstal wehrt sich mit einer neuen Unterschriftenliste gegen die schleichende Einführung der Gentechnik in der Landwirtschaft. Bundeskanzlerin Merkel und Landwirtschaftsministerin Aigner werden aufgefordert, sich gegen eine Aufweichung des Reinheits- gebotes beim Saatgut einzusetzen. Die neue Unterschriftenliste des AGM liegt in mehreren Geschäften der Innenstadt zum Unterschreiben bereit. Die Forderungen hat der AGM in einer neuen Unterschriftenliste formuliert, die seit dem 17.06.2010 in verschiedenen Geschäften Metzingens ausliegen.
Die Unterschriftenliste steht hier zum Downloaden bereit:

- im PDF-Format
- als DOC-Format
Für alle, die das Anliegen gentechnikfreies Saatgut unterstützen möchten, aber nicht Unterschriften sammeln können, gibt es mit den beigefügten Brief-Vorlagen auch die Möglichkeit, selbst an Frau Aigner und Frau Merkel zu schreiben. Einfach ausdrucken, Name, Adresse und Datum einfügen und abschicken.:
- im Brief Merkel
- als Brief Aigner
     
Stand 2010.07.31      
  Illegaler Gen-Mais nicht weiterwachsen lassen
Metzingen. Anfang Juni bekannt wurde bekannt, dass in sieben Bundesländern unwissentlich mit Gen-Mais verunreinigtes Saatgut ausgesät wurde. Auch in Baden-Württemberg. Anlass für den Arbeitskreis Gentechnik-Freies Metzingen/Ermstal (AGM), sich zu treffen, die Hintergründe zu recherchieren und sich mit einem neuen Schreiben an Landwirtschaftsminister Rudolf Köberle zu wenden. Der Anbau von gentechnisch verändertem Mais ist in Deutschland verboten. Jedes Frühjahr testen die Bundesländer deshalb das Saatgut auf Genmais - und jedes Jahr werden sie fündig. Eigentlich sollen die Analysen vorliegen, bevor der Mais ausgesät wird, also bis Mitte April. Denn wenn die Kontrolleure gentechnisch verändertes Saatgut finden, muss die Lieferung vernichtet werden Das verunreinigte Saatgut, das im März bei stichprobenartigen Untersuchungen gefunden wurde, ist nun aber in sieben Bundesländern ausgesät worden. Wie Greenpeace Anfang Juni aufdeckte, hat das zuständige niedersächsische Landwirtschaftsministerium nicht dafür gesorgt, dass das Saatgut vom Markt verschwindet. Nun wurde es auf 3000 Hektar in Mecklenburg-Vorpommern, Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein ausgesät. Das Saatgut der Firma Pioneer Hi-Bred ist bis zu 0,1% mit dem Gentechnik-Mais NK603 verunreinigt. Eine Verunreinigung von 0,1% bedeutet, dass auf einem Hektar ca. 100 gentechnisch veränderte Pflanzen wachsen. Nach wie vor ist unklar, warum das niedersächsische Landwirtschaftsministerium nicht handelte, obwohl die Ergebnisse schon Anfang März vorlagen. Zu einer weiteren Verzögerung von einem Monat kam es, weil eine Firma aus Buxtehude (Landkreis Stade) sich weigerte, die Händler zu nennen, an die sie das verunreinigte Saatgut verkauft hatte. Erst nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts übermittelte die Firma dem niedersächsischen Umweltministerium am 4. Juni 2010 die notwendigen Daten, erst danach konnten die betroffenen Bundesländer ermittelt und informiert werden. Der gefundene Gentechnik-Mais NK 603 ist in Europa nicht zum Anbau zugelassen. Fütterungsversuche mit Ratten zeigen, dass Gesundheitsgefahren durch den herbizidresistenten Mais nicht ausgeschlossen werden können. Die Aussaat des verunreinigten Mais stellt einen Verstoß gegen das Gentechnikrecht dar. Gemäß § 26 Abs. 1 Gentechnikgesetz ist der Aufwuchs zu vernichten. Offensichtlich reagieren die betroffenen Bundesländer unterschiedlich auf die illegale Gen-Mais Aussaat. Während Mecklenburg Vorpommerns Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus (SPD) bereits angekündigt hat, das Unterpflügen des verunreinigten Maises anzuordnen, wartet Baden-Württemberg erst mal ab. Dies weckt beim AGM ungute Erinnerungen an das Jahr 2009, als in einem ähnlichen Fall die verunreinigte Maissaat in Baden-Württemberg weiterwachsen durfte. Der AGM fordert deshalb den baden-württembergischen Landwirtschaftsminister auf, das sofortige Unterpflügen der betroffenen Felder anzuordnen und diese Aktion auch behördlich zu überprüfen. Außerdem fordert der AGM, dass die verantwortliche Saatgutfirma, welche durch ihr unverantwortliches Handeln den Saatgutskandal verursacht hat, zur Rechenschaft gezogen wird und für sämtliche entstandenen Kosten aufkommen muss. Die Forderungen hat der AGM in einer neuen, ganz aktuellen Unterschriftenliste formuliert, die ab dem 14.06.2010 in verschiedenen Geschäften Metzingens ausliegen.
Die Briefe und Unterschriftenliste stehen hier zum Downloaden bereit:

- im PDF-Format
- als Schreibvorlage
- als Unterschriftenliste
 

 

 

 
LINKS: > Weitere Details siehe bei GREENPEACE
 

 

 

 

 
> Weitere Details siehe bei Keine Gentechnik
 

 

 

 
Briefverkehr:   Die Briefe und Antworten stehen hier zum Downloaden bereit:
- Antwort vom 27.05.2010 i.A. Hr. Köberle an AGM
- Schreiben vom 03.06.2010 an Hr. Köberle
- Schreiben vom 09.07.2010 an Hr. Köberle
- Antwort i.A. Hr. Köberle, Schreiben vom 28.07.2010 an AGM
- Zeitungsartikel Stuttgarter Zeitung 31.07.2010
- Brief wegen Entschädigung 14.11.2010 an Hr. Köberle
- Antwort i.A. Hr. Köberle, Schreiben vom 30.11.2010 an AGM

 

 

 

 
Stand 2010.05.04      
  Metzingen. Mit einer beunruhigenden Meldung hat sich der Arbeitskreis Gentechnik-Freies Metzingen/Ermstal (AGM) auf seinem jüngsten Treffen vergangenen Mittwoch befaßt. So hatten Ende April mehrere Medien gemeldet, daß auch dieses Jahr bei Stichproben Maissaatgut mit Verunreinigungen durch gentechnisch veränderten Mais gefunden wurden. Leider auch in Baden-Württemberg. Jährlich werden Mais-Proben in 13 Bundesländern vor der Aussaat stichprobenartig auf gentechnische Verunreinigungen untersucht. Von 107 in Baden-Württemberg untersuchten Proben wurden vier beanstandet. Obwohl nach dem Umweltinformationsgesetz (UIG) das Land die betroffenen Saatgut-Firmen und Sorten nennen muß, hält Landwirtschaftsminister Rudolf Köberle diese Informationen nach wie vor unter Verschluß. Offensichtlich werden hier nach wie vor die Verursacher der gentechnischen Verunreinigungen geschützt und nicht die Verbraucher. Das mit Gen-Mais verunreinigte Saatgut weckt auch schlechte Erinnerungen an die Verunreinigung des Saatguts im Vorjahr. Damals tauchte nicht nur verunreinigtes Saatgut auf, sondern es wurde auch noch auf ca.170 ha Ackerfläche ausgesät. Wohlgemerkt, verunreinigtes Saatgut mit gentechnisch veränderten Organismen, die in der EU nicht zum Anbau zugelassen sind und somit rechtswidrig angebaut wurden. Besonders enttäuscht war der AGM über die laxe und völlig unzureichende Vorgehensweise der damaligen Landesregierung, die verunreinigte Saat wachsen und gedeihen zu lassen und den betroffenen Landwirten freizustellen, ob sie ihre Saat unterpflügen oder nicht. Mit dieser laschen Haltung wurde die Position der Landwirte geschwächt, die absolut gentechnikfrei arbeiten wollen. Grund genug für den AGM, sich mit einem Schreiben an Minister Köberle zu wenden. In seinem Brief fordert der AGM den Landwirtschafts-und Verbraucherschutzminister dazu auf, Verbraucher vor gentechnisch veränderten Lebensmitteln zu schützen und sicherzustellen, daß das betroffene Saatgut auch tatsächlich aus dem Verkehr gezogen wird und solche Verunreinigungen künftig nicht mehr vorkommen. Außerdem soll dem Minister durch das Schreiben gezeigt werden, daß den Verbrauchern gentechnikfreie Landwirtschaft und Lebensmittel ein wichtiges Anliegen sind und sie die Reaktionen der verantwortlichen Politiker auf solche Gentechnik-Pannen in der Landwirtschaft sehr genau verfolgen. Der vom AGM formulierte Brief kann auch im Internet heruntergeladen, ausgedruckt und abgeschickt werden.
Die Adressen zum Downloaden sind:
- im PDF-Format: http://www.gentechnik-freies-metzingen.de/pdf/20100504_Koeberle_verunreinigtes_Saatgut_HP.pdf
-als Schreibvorlage: http://gentechnik-freies-metzingen.de/pdf/20100504_Koeberle_verunreinigtes_Saatgut_HP.doc
 
2010.04.27   Die Unterschriften wurden Herrn Köberle zugesand,
Weiter Informationen siehe Briefverkehr
 
  Südwestpresse 20100427: verunreinigtes_Saatgut